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Schimmelpilze – Gefährliche Mitbewohner

Was ist eigentlich Schimmel?

Als Schimmelpilze fasst man in der Mikrobiologie eine systematisch heterogene Gruppe von sogenannten filamentösen Pilzen (Fungi) zusammen, die in der Mehrzahl zu den taxonomischen Gruppen der Schlauchpilze und Jochpilze gehören. Die große Mehrzahl der Schimmelpilze führt ein eher unauffälliges Dasein, einige Schimmelpilzarten wie z. B. Tabakblauschimmel sind dagegen meldepflichtige Pflanzenkrankheiten oder haben aufgrund ihrer Lebensweise in bestimmten ökologischen Nischen für den Menschen besondere Bedeutung: als Human-Parasiten, Erzeuger von Pilzgiften in verdorbenen Lebensmitteln, aber auch als Nahrungsmittel-Veredler (z. B. als charakteristische Zutat von Schimmelkäse), biologische Quelle für Antibiotika (z. B. Penicillin) und cholesterinsenkende Medikamente (z. B. Lovastatin).

Wann ist Schimmel gefährlich?

Ein Schimmelpilz kann durch seine Zellbestandteile, seine Stoffwechselprodukte und seine Sporen Menschen und Haustieren schaden oder ihnen zumindest lästig sein. Unerwünschte Folgen können in erheblicher Geruchsbelästigung, in allergischen Reaktionen und sogar in lebensgefährlichen Vergiftungen bestehen. Gerade Schimmelpilze, die als Urheber von Erkrankungen bekannt sind, kommen praktisch überall im Erdboden, und auch in der Blumenerde als natürliche „fäulnisfressende“ Organismen vor, ohne merklich zu schaden.

Von Schimmel ausgehende Gefahr hängt vor allem von der Wirkstoffkonzentration beim Kontakt mit betroffenen Personen oder Haustieren ab. Zu solchen relevanten Konzentrationen kommt es gerade bei Aufnahme von Schimmel befallener Nahrung (Gifte), in befallenen Räumen (Sporen, Gifte) und beim Befall (Infektion) von Menschen bzw. Haustieren selbst. Die Gefahr allergischer Reaktionen oder von Infektionen betrifft vor allem empfindliche oder immungeschwächte Personen.

Wann entsteht Schimmel im Haus?

Feuchtigkeit ist die Hauptursache für Schimmelbildung in Gebäuden. Schimmelpilze finden hier ein reiches Nahrungsangebot: Zellulose (Tapeten, Kleister, Holz und Holzwerkstoffe, Gipskartonplatten) oder auch Kunststoffe (Wandbeschichtungen, Teppichböden, Bodenbeläge usw.). Darüber hinaus können Staub, Kleidung, Bücher etc. befallen werden. Ursachen für die Feuchtigkeit sind:

  • defekte Wasserleitungen (Heizung, Dachentwässerung etc.);
  • Eindringen von Schmelz- oder Regenwasser wegen schadhafter Dachabdichtung, undichtem Mauerwerk etc.;
  • Unglücksfälle (Waschmaschinenablauf, Löschwasser, Hochwasser etc.)
  • Kondenswasser (oder Tauwasser). Dieses Phänomen gilt als Hauptursache für Schimmel und führt besonders in Zeiten des Energiesparens oft zu juristischem Streit zwischen Mieter und Vermieter.

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